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Beitrag auf Inforadio zum Straßenhandel in Berlin

In der Reihe ‘Apropos Wirtschaft’ wurde auf Inforadio am 29.09.2013 ein Feature zum Straßenhandel in Berlin gesendet. Für dieses Feature wurde ich als Expertin interviewt. Der Beitrag ist im Internet abrufbar.

Frisch erschienenen: “Die Bierverkäufer von Barcelona” von Yannick Zapf

Was sind die ursächlichen Bedingungen für die Existenz des ambulanten Bierverkaufs in Barcelona, wie und durch wen wird er ausgeführt und welche Konsequenzen ergeben sich für die Beteiligten aus seinem Bestehen? Yannick Zapf geht diesen Fragen nach und legt seiner Studie über den informellen urbanen Sektor und die irreguläre Einwanderung in Europa am Beispiel des Straßenhandels ein exploratives Design zu Grunde. Da wirtschaftswissenschaftliche Ansätze kaum adäquate Möglichkeiten zur Datenerhebung von schwer zugänglichen Märkten bieten, erhebt der Autor ökonomische und soziologische Daten im Stil einer ‚Multi-Sited Ethnography‘. Er zeigt anhand von Porter’s Five Forces und der neuen Institutionenökonomik, dass eine ökonomische Interpretation ethnographisch erhobener Daten im Fall der ‚Underground Economy‘ zu einem interdisziplinären Erkenntnisgewinn führen kann.

Dieser Artikel ist in ‘Asiatische Deutsche – Vietnamesische Diaspora and Beyond’ erschienen, herausgegeben von Kien Nghi Ha. Hier ein paar Ausschnitte:

 

Eine Reportage über einen wundersamen Ort, der einen Park im bürgerlichen
Berlin-Wilmersdorf zu einem der asiatischsten und kulinarisch
interessantesten Plätze in Europa verwandelt.

Asien in Berlin? Welche Orte und Plätze gibt es? Gibt es »typisch« asiatische Orte? Und was heißt typisch? Dort wo asiatisches Essen gekocht wird? Also alle chinesischen, indonesischen, vietnamesischen, koreanischen, japanischen, indischen, tibetanischen, pakistanischen und die vielen anderen asiatischen Restaurants in der Stadt? Oder Orte mit »typischen« religiösen Riten? Also der Shaolin-Tempel in Wilmersdorf oder der Sri Ganesha Hindu-Tempel in Neukölln? Wo und was soll Asien in Berlin sein? Ist Asien nicht nur eine Chiffre, die sich aus der Konstruktion eines Anderen speist? Ist Asien eine Region? Eine Kultur? Eine Religion? Lässt sich »Asien« überhaupt benennen, oder stellen wir fest, dass »Asien« überall ist, je näher und genauer wir hinschauen?

Eine unscheinbare Adresse in Berlin – der Preußenpark – ist der Code zu einem geheimen Tipp für einen besonderen Ort. Diese Besonderheit entsteht, weil der Park mit prächtigen Bäumen um eine große weite Wiese von vielen asiatischen Menschen, zumeist thailändischen Frauen, genutzt wird. Im Sommer treffen sich hier jedes Wochenende bis zu 500 Menschen, die Sonnenschirme aufstellen, Kochstellen auspacken, Campingausrüstung ausbreiten, Gemüse, Fleisch und Fisch schneiden, anbraten, kochen und dünsten; die Karten spielen, Lebensmittel verkaufen und gemütlich auf der Decke ihr Wochenende verbringen.

[…]

Vor diesem Hintergrund erstaunt die lange Geschichte des Community-Picknick im »Thaipark« und im Tiergarten als ein beständig von Kriminalisierung bedrohtes Gemeinschaftsunternehmen, das gleichermaßen eine neue Geschichte des Preußenparks bzw. Berlins erzählt.
Diese Geschichte lässt sich symbolisch als eine Geschichte über deutsche
Zustände lesen, in der dominante kulturelle Symbole durch die Alltagspraxis marginalisierter Communities überschrieben werden. Auch wenn die deutsche Parkordnung sich noch nicht an den interkulturellen Alltag im Einwanderungsland angepasst hat, findet dieser  schon lange seine Wege und zeigt, durch Anpassungsfähigkeit wie Beharrungsvermögen, Möglichkeiten zur Schaffung eigener deutschasiatischer Räume.

 

Migrationsprozesse haben in den letzten Jahrzehnten nicht nur die europäischen Metropolen geprägt. Was bedeutet das weltweit von sozialen Bewegungen geforderte Recht auf Stadt in postkolonialer Perspektive?

ist im Newsletter des Migrationsrates (Ausgabe 3 | 2013) re-publiziert worden, gerne hier lang (PDF): http://www.mrbb.de/dokumente/pressemitteilungen/MRBB-NL-2013-03-Leben%20nach%20Migration.pdf

LOWER MANHATTAN

Five food vending carts (employing fifteen workers) who have served the community for years at Liberty Street near Broadway in Lower Manhattan were recently displaced a Citibike docking station. The carts are run by a diverse group of immigrant small business owners who sell fruit smoothies, vegetarian food, Bangladeshi food, Thai food, and Tawainese dumplings.

http://youtu.be/RG1HqYQrBC4

HARLEM

Sahara Reporters spent some time with Diafar, an African Street Vendor working along the famous 125th street in New York City’s Harlem neighborhood. Listen to challenges we discovered about the job.

http://youtu.be/R6G_rbVJfIM

Click here: http://www.guardian.co.uk/travel/interactive/2013/jan/21/hong-kong-street-food-stalls-interactive to have virtual tour on Food Stalls in Hong Kong, published on the website of the guardian.

Hereby I’d like to hint you to this interesting website: the global urbanist and in particular to this article by Shilpa Rao:

Goodbye Gandhi Bazaar: what do we destroy when we demolish illegal structures?

A hundred-year-old street market in Bangalore was demolished in the dead of night last month. The colourful stalls of vendors spilling out onto the streets were illegal encroachments, but how much history and local colour is lost by enforcing the law now after so many years of peaceful coexistence?

click here for the article